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Vinyl – ein genauerer Blick lohnt sich

Phthalate: Warum spricht man nicht darüber?

Vinylböden bestehen hauptsächlich aus PVC (Polyvinylchlorid), einem Kunststoff, dem in der Produktion Weichmacher wie Phthalate beigefügt werden, um das Material flexibel und formstabil zu machen. Das PVC-Pulver wird dabei mit Weichmachern, Stabilisatoren und Pigmenten vermischt, zu Bahnen oder Platten verarbeitet und anschliessend mit einer Oberflächenversiegelung versehen.

Die Problematik liegt in den eingesetzten Phthalaten: Sie können sich über die Jahre aus dem Vinyl lösen und in die Raumluft gelangen. Phthalate gelten als gesundheitlich bedenklich, weil sie als endokrine Disruptoren wirken und hormonelle Prozesse im Körper stören können. Besonders gefährdet sind empfindliche Personengruppen wie Kinder und Schwangere. Dazu kommt: Phthalate sind nicht biologisch abbaubar und belasten die Umwelt nachhaltig.

Deshalb setzen wir auf Hersteller, die phthalatfreie Vinylböden produzieren. Solche Produkte bieten dieselbe Flexibilität, Haltbarkeit und Designvielfalt – ohne die gesundheitlichen Risiken und Umweltbelastungen herkömmlicher Weichmacher.

Wir bevorzugen europäische Produzenten, weil die Herstellung hier besser kontrolliert wird und zu Recht hohe Anforderungen an die Hersteller gestellt werden.

Phthalate finden sich übrigens nicht nur in Böden – ein genauerer Blick lohnt sich auch anderswo.